Welche Übungen bei Patellaluxation? – sinnvoll trainieren bei einer instabilen Kniescheibe

Wenn die Kniescheibe eines Hundes immer wieder aus ihrer normalen Position springt, sprechen Tierärzte von einer Patellaluxation. Typisch ist ein auffälliges Gangbild: Der Hund läuft zunächst normal, hebt plötzlich ein Hinterbein für einige Schritte an und setzt es anschließend wieder scheinbar problemlos auf.

Gerade bei kleineren Hunden wird dieses Verhalten manchmal lange als Eigenart angesehen. Hinter dem gelegentlichen „Hüpfen“ kann jedoch eine Instabilität des Kniegelenks stehen.

 

Nach der Diagnose fragen viele Hundehalter:

Welche Übungen kann ich bei einer Patellaluxation mit meinem Hund machen?

 

Gezieltes Training kann tatsächlich sinnvoll sein. Ziel ist jedoch nicht, die Kniescheibe durch Übungen „wieder einzurenken“ oder die anatomische Ursache zu beseitigen. Vielmehr sollen Muskulatur, Körperkontrolle und eine möglichst gleichmäßige Belastung verbessert werden.

Welche Übungen geeignet sind, hängt dabei stark vom individuellen Befund ab.

Was ist eine Patellaluxation?

Die Patella ist die Kniescheibe des Hundes.

Normalerweise gleitet sie bei Beugung und Streckung des Kniegelenks innerhalb einer knöchernen Führungsrinne am Oberschenkel.

Bei einer Patellaluxation verlässt die Kniescheibe diese normale Position.

Am häufigsten luxiert sie zur Innenseite des Kniegelenks. Dies wird als mediale Patellaluxation bezeichnet.

Seltener verlagert sich die Kniescheibe nach außen.

Eine Patellaluxation ist häufig mit anatomischen Veränderungen der gesamten Hintergliedmaße verbunden. Deshalb sollte nicht ausschließlich die Kniescheibe betrachtet werden.

Welche Symptome zeigt ein Hund?

Die Beschwerden können sehr unterschiedlich ausgeprägt sein.

Typische Anzeichen sind:

  • plötzliches Hochziehen eines Hinterbeins
  • wenige Schritte auf drei Beinen
  • anschließendes normales Weiterlaufen
  • hüpfendes Gangbild
  • wechselnde Lahmheit
  • Schwierigkeiten beim Springen
  • Unsicherheit beim Treppensteigen
  • verminderte Belastung eines Hinterbeins
  • Muskelabbau
  • steifer oder auffälliger Gang

Bei stärker ausgeprägten Formen kann die Kniescheibe häufiger oder dauerhaft außerhalb ihrer normalen Position liegen.

Dadurch verändern sich Belastung und Bewegungsachse des gesamten Beines.

 

Welche Grade der Patellaluxation gibt es?

Patellaluxationen werden üblicherweise in vier Schweregrade eingeteilt.

Grad 1

Die Kniescheibe befindet sich überwiegend in ihrer normalen Position und kann bei der Untersuchung herausgedrückt werden. Sie springt anschließend selbstständig zurück.

Viele Hunde zeigen nur geringe oder keine Beschwerden.

 

Grad 2

Die Patella luxiert häufiger spontan und kann zeitweise außerhalb ihrer normalen Führung bleiben.

Typisch ist das gelegentliche Hochziehen des Beines während des Laufens.

 

Grad 3

Die Kniescheibe befindet sich überwiegend außerhalb der normalen Position, kann aber manuell zurückverlagert werden.

Oft bestehen bereits deutlichere Veränderungen des Gangbildes und der Gliedmaßenachse.

 

Grad 4

Die Patella liegt dauerhaft außerhalb ihrer normalen Position und lässt sich nicht mehr normal zurückverlagern.

Meist bestehen ausgeprägte anatomische Veränderungen.

 

Ob eine Operation erforderlich ist, hängt jedoch nicht allein von der Gradangabe ab. Beschwerden, Alter, Aktivität und weitere Veränderungen des Kniegelenks müssen ebenfalls berücksichtigt werden. Bei symptomatischen Luxationen ab Grad 2 wird eine Operation häufig in Betracht gezogen.

 

Kann man Patellaluxation wegtrainieren?

Nein.

 

Das ist eine wichtige Unterscheidung.

Eine Patellaluxation entsteht häufig aufgrund anatomischer Veränderungen, beispielsweise an der Führungsrinne der Kniescheibe oder an der Achse der Hintergliedmaße.

Training kann diese knöchernen Veränderungen nicht korrigieren.

Eine konservative Behandlung mit Gewichtsmanagement, kontrollierter Bewegung, Physiotherapie und tierärztlicher Schmerzbehandlung kann jedoch bei geeigneten Patienten Beschwerden reduzieren und die Funktion unterstützen. Die anatomische Ursache bleibt dabei bestehen.

 

Was ist das Ziel des Trainings?

Ein gutes Trainingsprogramm verfolgt mehrere Ziele.

Dazu gehören:

  • Muskulatur erhalten und aufbauen
  • Kniegelenk funktionell stabilisieren
  • gleichmäßige Belastung fördern
  • Körperwahrnehmung verbessern
  • Koordination fördern
  • Fehl- und Ausweichbewegungen reduzieren
  • Bewegungsqualität verbessern

Dabei steht nicht möglichst intensives Krafttraining im Vordergrund.

Entscheidend ist, dass der Hund seine Hinterbeine kontrolliert und möglichst gleichmäßig einsetzt.

 

Welche Muskeln sollten trainiert werden?

Bei einer Patellaluxation sollte nicht nur ein einzelner Muskel betrachtet werden.

Die gesamte Hintergliedmaße arbeitet als funktionelle Einheit.

Von Bedeutung sind unter anderem:

  • Oberschenkelmuskulatur
  • Gesäßmuskulatur
  • hüftstabilisierende Muskulatur
  • Kniebeuger und Kniestrecker
  • Rumpfmuskulatur

Auch eine gute Rumpfstabilität kann wichtig sein, weil sie die kontrollierte Kraftübertragung auf die Hinterbeine unterstützt.

 

Übung 1: Ruhiges, kontrolliertes Gehen / Slow Walk

Eine der einfachsten Übungen wird häufig unterschätzt:

kontrolliertes Gehen.

Der Hund läuft dabei in ruhigem Tempo an der Leine.

Wichtig sind:

  • gleichmäßige Schritte
  • möglichst gerade Bewegung
  • kein Ziehen
  • keine schnellen Richtungswechsel
  • kein Rennen

Je nach Hund sind mehrere kurze Einheiten sinnvoller als eine lange Runde.

Kontrolliertes Gehen fördert eine regelmäßige Belastung der Hinterbeine und eignet sich häufig als Grundlage für weitere Übungen.

 

Übung 2: Langsames Bergaufgehen

Leichte Steigungen können die Hinterhand stärker aktivieren.

Der Hund sollte langsam und kontrolliert bergauf gehen.

Geeignet ist ein Untergrund mit gutem Halt.

Wichtig:

Die Steigung sollte zunächst gering sein.

Sehr steile Wege oder lange Bergtouren sind kein therapeutisches Training.

Bereits kurze Abschnitte können ausreichen.

 

Übung 3: Gewichtsverlagerungen im Stand

Gewichtsverlagerungen können helfen, das betroffene Hinterbein bewusster zu belasten.

Der Hund steht möglichst gerade und ruhig.

Mit einem Leckerli oder durch eine leichte Veränderung der Kopfposition kann sein Körperschwerpunkt langsam verlagert werden.

Dabei sollte das Becken stabil bleiben.

Ziel ist keine große Bewegung, sondern eine kontrollierte Aktivierung der Muskulatur.

 

Übung 4: Kontrolliertes Aufstehen und Hinsetzen

„Sitz – Steh“ wird häufig als Übung für die Hinterhand empfohlen.

Bei einer Patellaluxation muss jedoch genau auf die Ausführung geachtet werden.

Der Hund sollte:

  • gerade sitzen
  • beide Hinterbeine möglichst gleichmäßig belasten
  • nicht seitlich wegkippen
  • kontrolliert aufstehen
  • langsam wieder hinsetzen

Sitzt ein Hund dauerhaft schief oder stellt ein Hinterbein weit zur Seite, kann die Übung vorhandene Kompensationen verstärken.

Dann ist sie zunächst nicht geeignet. Grundsätzlich sollte diese Übung mit dem Physiotherapeuten abgestimmt sein, damit eine Luxation nicht zusätzlich provoziert wird.

 

Übung 5: Langsames Rückwärtsgehen

Rückwärtsgehen kann die Körperwahrnehmung und die bewusste Nutzung der Hinterbeine fördern.

Zu Beginn reichen wenige Schritte.

Der Hund sollte:

  • langsam rückwärtsgehen
  • nicht seitlich ausweichen
  • die Hinterpfoten kontrolliert setzen

Eine schmale Gasse kann später helfen, die Bewegung gerader auszuführen.

Auch hier gilt:

Qualität ist wichtiger als Strecke.

 

Übung 6: Cavaletti

Niedrige Cavaletti können eingesetzt werden, um Schrittlänge und Koordination zu fördern.

Der Hund geht langsam über mehrere flach aufgelegte Stangen.

Wichtig sind:

  • sehr geringe Höhe
  • passende Abstände
  • ruhiges Tempo
  • kontrollierte Bewegungen

Der Hund sollte nicht über die Stangen springen.

Cavaletti sind allerdings nicht automatisch für jeden Hund mit Patellaluxation geeignet.

Bei deutlicher Instabilität, Schmerzen oder nach einer Operation muss zunächst geprüft werden, ob diese Übung bereits sinnvoll ist.

 

Übung 7: Langsame große Bögen

Große, kontrollierte Bögen können helfen, Körperkontrolle und Gewichtsverlagerung zu trainieren.

Der Hund läuft beispielsweise in einer großen Acht oder um weit auseinanderstehende Markierungen.

Dabei sollten enge Wendungen vermieden werden.

Je kleiner der Radius, desto stärker werden Knie und andere Gelenke belastet.

Deshalb beginnt das Training mit sehr großzügigen Bögen.

 

Braucht mein Hund Balancekissen?

Balancekissen, Wackelbretter und andere instabile Untergründe werden in der Hundephysiotherapie häufig gezeigt.

Sie sind jedoch nicht automatisch besser als einfache Übungen auf festem Boden.

Ein instabiler Untergrund erhöht die Anforderungen an Koordination und Gelenkstabilität.

Kann ein Hund bereits auf festem Untergrund nicht sauber stehen, sollte die Übung nicht unnötig schwieriger gemacht werden.

Gerade bei einem instabilen Knie gilt:

 

Erst Kontrolle auf stabilem Untergrund – anschließend gegebenenfalls die Schwierigkeit steigern.

 

Ist Treppensteigen gutes Training?

Treppen werden häufig als Muskeltraining für die Hinterhand empfohlen.

Bei einer Patellaluxation sind sie jedoch nicht automatisch geeignet.

Besonders das schnelle Hinunterlaufen kann das Knie deutlich belasten.

Soll Treppensteigen therapeutisch eingesetzt werden, sollte dies individuell beurteilt und kontrolliert aufgebaut werden.

Treppen sollten daher nicht einfach als tägliches Krafttraining genutzt werden.

 

Ist Schwimmen sinnvoll?

Bewegung im Wasser kann gelenkschonend sein und wird teilweise in physiotherapeutischen Programmen eingesetzt.

Schwimmen ist jedoch nicht automatisch für jeden Hund mit Patellaluxation optimal.

Die Bewegungen der Hinterbeine lassen sich beim freien Schwimmen nur begrenzt kontrollieren.

Je nach Therapieziel kann deshalb kontrolliertes Gehen im Wasser sinnvoller sein.

Welche Form der Wassertherapie geeignet ist, sollte individuell entschieden werden.

 

Was sollte ich bei Patellaluxation eher vermeiden?

Gerade unkontrollierte und explosive Bewegungen können problematisch sein.

Je nach Schweregrad sollten insbesondere folgende Belastungen kritisch betrachtet werden:

  • häufiges Ballwerfen
  • Frisbee
  • abrupte Stopps
  • enge schnelle Wendungen
  • wilde Spiele mit größeren Hunden
  • Sprünge aus großer Höhe
  • häufiges Springen vom Sofa oder aus dem Auto
  • unkontrolliertes Treppenlaufen
  • Training auf rutschigem Untergrund

Das bedeutet nicht, dass ein Hund mit Patellaluxation überhaupt nicht spielen darf.

Die Belastung sollte lediglich zu seinem individuellen Kniebefund passen.

 

Warum sind rutschige Böden problematisch?

Auf Fliesen, Laminat oder glattem Parkett können die Hinterbeine seitlich wegrutschen.

Dadurch entstehen schwer kontrollierbare Kräfte am Kniegelenk.

Rutschfeste Teppiche oder Matten sind deshalb eine einfache Möglichkeit, den Alltag sicherer zu gestalten.

Besonders wichtig sind:

  • Laufwege
  • der Bereich vor dem Hundebett
  • Futterstellen
  • Türen
  • Bereiche vor Treppen

Welche Rolle spielt das Körpergewicht?

Ein normales Körpergewicht ist für Hunde mit Gelenkerkrankungen besonders wichtig.

Zusätzliches Körpergewicht erhöht die mechanische Belastung der Knie.

Bei übergewichtigen Hunden kann eine kontrollierte Gewichtsreduktion deshalb ein wichtiger Bestandteil des konservativen Managements sein. Gewichtsmanagement gehört auch laut Merck Veterinary Manual zu den konservativen Maßnahmen bei Patellaluxation.

 

Wie oft sollte ich trainieren?

Für viele Hunde sind kurze, regelmäßige Trainingseinheiten sinnvoller als seltene lange Einheiten.

Dabei zählt die Qualität jeder Wiederholung.

Das Training sollte beendet beziehungsweise angepasst werden, wenn:

  • der Hund beginnt zu lahmen
  • die Patella häufiger luxiert
  • der Hund das Bein hochzieht
  • die Bewegungen unsauber werden
  • der Hund deutlich ermüdet
  • ein Hinterbein zunehmend entlastet wird

Auch die Reaktion nach dem Training ist wichtig.

Wirkt der Hund am Abend oder am nächsten Morgen deutlich steifer oder lahmt stärker, war die Belastung möglicherweise zu hoch.

 

Wann reicht Physiotherapie nicht aus?

Physiotherapie kann die anatomischen Veränderungen einer Patellaluxation nicht beseitigen.

Bei stärker ausgeprägten oder symptomatischen Fällen kann deshalb eine operative Korrektur notwendig beziehungsweise sinnvoll sein.

Eine orthopädische Kontrolle ist besonders wichtig, wenn:

  • der Hund häufig lahmt
  • die Patella sehr häufig luxiert
  • Schmerzen zunehmen
  • Muskelabbau entsteht
  • das Bein dauerhaft falsch belastet wird
  • sich die Gliedmaßenstellung deutlich verändert
  • die Beschwerden trotz konservativer Behandlung zunehmen

Das American College of Veterinary Surgeons weist darauf hin, dass symptomfreie Luxationen teilweise lediglich kontrolliert werden können, während eine operative Behandlung besonders bei symptomatischen Luxationen höheren Grades häufiger erwogen wird.

 

Physiotherapie nach einer Patella-Operation

Auch nach einer operativen Korrektur kann Physiotherapie eine wichtige Rolle spielen.

Die Rehabilitation wird dabei an die Operation und die Freigaben der behandelnden Tierklinik angepasst.

Zu Beginn können unter anderem im Vordergrund stehen:

  • kontrolliertes Belastungsmanagement
  • Erhalt der Gelenkbeweglichkeit
  • Reduktion von Muskelabbau
  • Wiederherstellung einer gleichmäßigen Belastung

Im weiteren Verlauf folgen zunehmend aktive Übungen zum Muskelaufbau und zur Koordination.

Welche Übung wann durchgeführt werden darf, hängt von der verwendeten Operationstechnik und dem Heilungsverlauf ab.

Deshalb sollte das Trainingsprogramm nach einer Operation individuell abgestimmt werden.

 

Häufige Fragen zu Übungen bei Patellaluxation

 

Kann ich die Patella durch Muskelaufbau stabilisieren?

Eine gute Muskulatur kann die funktionelle Stabilität des Beines unterstützen. Die anatomische Ursache der Patellaluxation wird durch Muskeltraining jedoch nicht korrigiert.

 

Welche Übung ist die beste bei Patellaluxation?

Es gibt keine einzelne beste Übung. Entscheidend ist, welche Bewegungsdefizite der Hund tatsächlich zeigt. Kontrolliertes Gehen und individuell angepasstes Kraft- und Koordinationstraining bilden häufig die Grundlage.

 

Ist „Sitz – Steh“ bei Patellaluxation gut?

Es kann geeignet sein, wenn der Hund gerade sitzt und beide Hinterbeine kontrolliert belastet sowie die Patella während der Übung nicht luxiert. Bei einem schiefen Sitz oder deutlichen Ausweichbewegungen sollte die Übung zunächst korrigiert oder ersetzt werden.

 

Darf mein Hund mit Patellaluxation springen?

Das hängt vom Schweregrad und den Beschwerden ab. Wiederholte hohe oder unkontrollierte Sprünge sollten bei einem instabilen Knie eher vermieden werden.

 

Ist Bergaufgehen gut?

Leichte Steigungen können zur Aktivierung der Hinterhand genutzt werden. Tempo, Steigung und Dauer müssen jedoch zum Hund passen.

 

Wie viele Wiederholungen soll mein Hund machen?

Eine pauschale Wiederholungszahl ist wenig sinnvoll. Trainiert wird nur so lange, wie der Hund die Bewegung sauber und kontrolliert ausführen kann.

 

Muss eine Patellaluxation immer operiert werden?

Nein. Symptomfreie oder gering ausgeprägte Patellaluxationen können in bestimmten Fällen konservativ begleitet werden. Bei stärkeren Beschwerden und höheren Graden wird häufiger eine chirurgische Behandlung erwogen. Die Entscheidung sollte orthopädisch anhand des einzelnen Hundes getroffen werden.

 

Fazit: Bei Patellaluxation zählt die richtige Bewegung – nicht die schwierigste Übung

Gezieltes Training kann bei einer Patellaluxation wertvoll sein.

Ziel ist jedoch nicht, die Kniescheibe durch Übungen „an ihren Platz zu trainieren“.

Physiotherapie kann vielmehr dabei helfen, Muskulatur, Koordination und eine möglichst kontrollierte Belastung der Hintergliedmaßen zu fördern.

Geeignet sein können beispielsweise kontrolliertes Gehen, leichte Steigungen, Gewichtsverlagerungen, Rückwärtsgehen oder – je nach Befund – Cavaletti und weitere aktive Übungen.

Entscheidend ist jedoch immer die Ausführung.

Ein Hund, der eine Übung nur durch Ausweichbewegungen bewältigt, profitiert nicht automatisch davon, sie häufiger zu wiederholen.

 

Deshalb gilt:

Lieber eine einfache Bewegung sauber und kontrolliert ausführen als eine anspruchsvolle Übung mit deutlicher Kompensation.

Bei häufigen Luxationen, Schmerzen oder zunehmender Lahmheit sollte zudem nicht versucht werden, das Problem ausschließlich mit Übungen zu lösen. Eine orthopädische Untersuchung ist notwendig, um zu entscheiden, ob eine konservative Behandlung weiterhin sinnvoll ist oder eine operative Versorgung in Betracht gezogen werden sollte.

 

Physiotherapie bei Patellaluxation im Chiemgau

In meiner Praxis Hundelächeln – Physiotherapie für Hunde in Übersee am Chiemsee begleite ich Hunde mit Patellaluxation sowohl im Rahmen einer konservativen Behandlung als auch während der Rehabilitation nach einer Operation.

Nach einer orthopädischen Abklärung und einer ausführlichen physiotherapeutischen Befundaufnahme schauen wir gemeinsam, wie Ihr Hund seine Hinterbeine tatsächlich belastet, welche Muskulatur Unterstützung benötigt und welche Übungen zu seinem aktuellen Zustand passen.

Darauf aufbauend erhalten Sie ein individuelles Trainingsprogramm für den Alltag.

 

Denn bei einer Patellaluxation geht es nicht darum, möglichst viele Übungen zu machen. Entscheidend ist, dass Ihr Hund die richtigen Bewegungen kontrolliert, möglichst gleichmäßig und ohne unnötige Ausweichbewegungen ausführen kann.

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